Über uns (deutsch)

Das DeCentral schafft Raum für politischen Aktivismus und Diskussion, gemütliches Zusammensein, Filmabende, Workshops, Vorträge, Theatervorführungen, Vereinsfeste und vieles mehr. Wichtig ist uns jedoch, dass dabei keine parteipolitischen, religiösen oder kommerziellen Interessen vertreten werden.

Wir stellen uns gegen jede Form von Faschismus, Antisemitismus, Rassismus, Homophobie, Trans*phobie, Sexismus, Nationalismus, Patriotismus und jegliche Art von Herrschaftsideologie und Diskriminierung.

Das DeCentral ist ein selbstverwaltetes Lokal. Alle Personen und Gruppen arbeiten unentgeltlich und freiwillig, sei es an der Bar, beim Putzen oder in der Buchhaltung. Um unabhängig zu bleiben, beansprucht das DeCentral keine staatlichen Subventionen oder andere Förderungen, sondern finanziert sich ausschließlich durch Spenden und die Einnahmen aus dem Getränkeverkauf. Diese werden verwendet für die politische Arbeit, die Deckung der Miete und Betriebskosten sowie den Erhalt der Infrastruktur und Einrichtung.

Das DeCentral ist kein Dienstleistungsbetrieb im herkömmlichen Sinn. Wir sind gegen Konsumzwang und die klassische Trennung von „Gastronom“ und „Gast“. Wir appellieren an die Vernunft und Eigenverantwortung aller Personen, die sich im DeCentral aufhalten, und daher soll es nicht Aufgabe des Bardienstes sein, sich um alles zu kümmern. In diesem Sinne begrüßen wir es, wenn ihr freundlich und solidarisch miteinander umgeht, eure Teller selber abwascht, mal was zusammen kehrt und ein paar Euro in die Solikasse werft.

Wenn ihr euch mit den oben genannten Grundsätzen identifizieren könnt und Lust habt euch an diesem Projekt zu beteiligen, kommt vorbei und bringt euch und eure Ideen ein!

 

Unsere Kontodaten für Spenden:

Be­zeich­nung: Ver­ein zur För­de­rung so­zia­ler Zen­tren und Frei­räu­me
IBAN: AT094666000000072024
BIC/SWIFT-​Code: SVIE­AT21XXX

 

 

Altes Selbstverständnis

Das DeCentral ist ein selbstverwalteter Raum, der von der Vielfalt der
beteiligten Personen und ihren Vorstellungen getragen wird.
Im Oktober 2010 wurde das Lokal aus dem Wunsch heraus eröffnet, in
Innsbruck einen Raum ohne  Konsumzwang zu schaffen, der Menschen
unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Einkommen, sexueller Identität oder
Alter offen steht.

Ein solcher Raum ist gegenwärtig keine Selbstverständlichkeit. So ist es
in Innsbruck kaum möglich, sich hinzusetzen, ohne konsumieren zu müssen
oder kontrolliert und vertrieben zu werden. Die Kommerzialisierung der
Innenstadt, die „Verbots- und Schutzzonen“ um Bahnhof, Landhausplatz,
Rapoldipark und Bogenmeile sind Beispiele für die Entwicklung, die
Innsbruck in den letzten Jahren durchgemacht hat und die in Verbindung
mit den hohen Miet- und Lebenserhaltungskosten in der Stadt viele
Menschen ausschließt.

Das Cafe DeCentral will diesen Tendenzen entgegenwirken. Dem Rückzug in
die eigenen vier Wände soll ein Raum für kollektive Erfahrungen
entgegengestellt werden, in dem sich eine widerständige und solidarische
Praxis entfalten kann.

Das im DeCentral aktive Kollektiv setzt sich aus unterschiedlichen
emanzipatorischen Gruppen und Menschen zusammen, die durch Barbetrieb,
Konzerte, politische Vorträge, Diskussionen und Filmabende versuchen,
ihre Vorstellungen in die Gesellschaft zu tragen.

Was konkret in den Räumlichkeiten oder ausgehend davon auf die Beine
gestellt wird, hängt von all jenen Menschen ab, die sich einbringen und
ihre Ideen und Projekte darin verwirklichen wollen. Einzige
Voraussetzung einer Teilnahme ist es, dass die Grundsätze des Lokals
geteilt und die Menschen darin solidarisch und respektvoll behandelt
werden. Zu diesen Grundsätzen zählen die Ablehnung von Sexismus,
Rassismus, Kapitalismus, Homophobie, Antisemitismus und Faschismus.

Um kritisch und selbstorganisiert bleiben zu können, will das DeCentral
sowohl in finanzieller wie auch in politischer Hinsicht weitgehend
unabhängig bleiben. Aus diesem Grund ist das Lokal auf die freiwillige,
unentgeltliche Arbeit von Aktivist_innen sowie Einzelspenden und
regelmäßige Mitgliedsbeiträge angewiesen.

Wir laden alle Interessent_innen dazu ein, sich im DeCentral
einzubringen und dieses zu unterstützen.