Sommerpause!

Das DeCentral verabschiedet sich in die Sommerpause!

Das heißt, ab Juli gibt es keinen regulären Barbetrieb Dienstags und Freitags mehr sondern nur einige „inoffizielle“ oder spontane Programmabende. Im Oktober geht es dann wieder frisch und motiviert weiter…

Insgesamt sind wir ganz zufrieden wie Dinge fürs und im DeCentral liefen. Hin und wieder konnten wir unserem Selbstverständnis nicht ganz gerecht werden. Aber wir sehen das auch als Prozess, in dem auch mal Fehler gemacht werden (dürfen) und wir arbeiten regelmäßig daran.

Jedenfalls haben wir ganz anständig Programm gemacht und das nicht nur bei den Festln und Barabenden sondern auch bei einigen interessanten Vorträgen, Filmabenden und unserer politischen Arbeit. Wir konnten außerdem ohne Ausfall jeden (!) Dienstag ein Essen für Alle – rein auf Spendenbasis – anbieten und Raum für verschiedene Initiativen bereitstellen.

Wir finden immer noch, dass es auch für Innsbruck mehr als nötig ist unabhängige, autonome und widerständige Räume zu schaffen und zu erhalten. Der Mietvertrag für die nächsten 3 Jahre ist schon unterschrieben, und wir hoffen, dass wir mit eurer Unterstützung auch in der nächsten Zeit rechnen können. Auch würden uns über neue, aktive Leute sehr freuen, die würden uns nämlich entlasten und frische Energie und Ideen mitnehmen.

Vielen, vielen Dank an alle unsere Helfer_innen, Unterstützer_innen, Sympathisant_innen und Besucher_innen!

Infoabend: Regional, saisonal, unfair. Wer erntet das Tiroler Gemüse?

Dienstag, 19. Juli 20:00

Immer mehr kleinbäuerliche landwirtschaftliche Betriebe in Österreich werden zum Schließen gezwungen, weil sie mit dem Preisdruck des Handels nicht mithalten können. So auch in Tirol. Demzufolge ist auch die Produktion von Gemüse in wenigen Händen konzentriert, nämlich von industriellen Landwirte, die, um Personalkosten zu sparen, sich „billige Arbeitskräfte“ aus dem Ausland holen. Die Ausbeutung von migrantischen Lohnabhängigen in der Landwirtschaft hat System. Wer und woher sind diese Menschen, die unser Gemüse ernten? Unter welchen Bedingungen leben und arbeiten sie in Tirol? Welches System ist das, das zu der Produktion von unfairen regionalen Radieschen führt?

In einem Infoabend werden Antworten auf diese Fragen gegeben, Erntehelfer_innen werden sichtbar und hörbar, es wird einen Blick hinter die Kulissen dieses ausbeuterischen Systems geworfen.

Es informiert: Sónia Melo, Journalistin, Aktivistin für die Rechte von Erntehelfer_innen in Österreich und Koordinatorin der Aufklärungs- und Unterstützungskampagne Sezonieri – Kampagne für die Rechte von Erntehelfer_innen in Österreich, eine gemeinsame Kampagne der PRO-GE, Produktionsgewerkschaft im ÖGB, NGO´s und Aktivist_innen aus dem Bereich Landwirtschaft & Ernährung, die seit zwei Jahren österreichweit vorangetrieben wird und sich zum Ziel gesetz hat, der Ausbeutung von Erntehelfer_innen in Österreich entgegen zu wirken.

www.sezonieri.at