Antikapitalistische Walpurgisnacht

Sonntag, 30. April, 19:00 Uhr, Franziskanerplatz

Der 30. April als der Tag der Arbeitslosen erinnert wie der erste Mai an die historischen Kämpfe von Arbeiter*innen weltweit – Kämpfe, die seit jeher gegen die Folgen des Kapitalismus gerichtet sind. Zwar hat sich dieser im Laufe der Zeit gewandelt, doch die Grundpfeiler bleiben bestehen: Oberste Maxime ist die Anhäufung von Kapital in den Händen weniger durch die Ausbeutung der Arbeit vieler. Die Regulierung von Produktion und Konsum erfolgt dabei durch den „freien“ Markt, mit dem Ziel der Gewinnmaximierung, anstelle der Bedarfsdeckung.

Da dieses System zwangsläufig viele Verlierer*innen schafft, ist es angreifbar. So hat etwa die Weltwirtschaftskrise ab 2007 auch in Österreich zu sinkenden Reallöhnen, wachsender Existenzunsicherheit und damit auch zum zunehmenden Zorn der Bevölkerung geführt. Immer mehr Menschen fehlt selbst das Nötigste, wie beispielsweise leistbarer Wohnraum.

Zugleich wird – vor allem in derartigen Krisen – versucht, die strukturellen Grundlagen der sozialen Ungleichheit zu verschleiern und die Verantwortung den Betroffenen selbst in die Schuhe zu schieben. Die gegenwärtige Verschärfung der Mindestsicherungsgesetze, die Hetze gegen Geflüchtete, der Ausbau der Überwachung oder auch die diskutierte Beschränkung der Demonstrationsrechte sind Ergebnisse dieser Politik.

Wir wollen den 30. April nutzen,um gemeinsam gegen Kapitalismus und für ein selbstbestimmteres Leben und Wirtschaften auf die Straße zu gehen. Gemeinsam, weil wir nicht länger dulden wollen, dass uns Rassismus, Sexismus oder sonstige Herrschaftsformen auseinanderdividieren.

Solidarity is our weapon – let’s use it!

Treffpunkt: 19 Uhr Franziskanerplatz
Demostart: 20 Uhr

Antiautoritären Block auf der 1. Mai Demonstration in Innsbruck

Montag, 1. Mai, 11:30 Uhr, Landhausplatz

Keinen Bock darauf, wie jedes Jahr, vereinzelt und verloren auf der 1. Mai Demo mitzulaufen? Dann komm zu unserem antikapitalistischen, anarchistischen, sozialrevolutionären und antiautoritären Block. Auch wenn es ein verstaubter Tag ist und die Demonstrationen hier zu einem Ritual verkommen sind. Lasst uns dennoch an diesem Tag unsere Wut auf die verrückten Zustände in dieser Welt hinausschreien und gemeinsam unsere Hoffnungen auf eine bessere besingen.

Offenes Plenum

Mittwoch, 3. Mai, 19:00 Uhr

Ihr könnt dort das DeCentral und ihre Mitarbeiter*innen kennenlernen und etwas über die Struktur und Geschichte unseres Raumes erfahren. Außerdem wollen wir das offene Plenum auch nutzen um neue Mitstreiter*innen, Aktivist*innen und Mittäter*innen für unser Kollektiv zu gewinnen!

Kommt vorbei,

+ wenn ihr das DeCentral finanziell unterstützen wollt.
+ wenn ihr Fragen zu unserer Spendenkampagne hat.
+ wenn ihr Ideen habt, wie ihr den Raum nutzen oder ein Projekt
verwirklichen wollt.
+ wenn ihr Ideen für Diskussionen, Filme oder Vorträge habt.
+ wenn ihr gerne mal vegan kochen würdet oder Lust habt gemeinsam eine Veranstaltung durchzuführen.
+ wenn ihr konstruktive Kritik an uns loswerden wollt.
+ wenn ihr endlich mal in einem nicht-kommerziellen, linken,
selbstverwalteten Kollektiv aktiv werden wollt.
+ wenn ihr keine passiven Konsumenten des DeCentrals mehr sein wollt.

Infocafé & Ausstellungseröffnung

Donnerstag, 4. Mai, 15:00 – 20:00 Uhr

An diesem Donnerstag wird es einen Bücher- und Infotisch zum Thema Repression, und was wir dagegen tun können, geben.

Vielleicht gibt auch noch einen kleinen Vortrag….

Außerdem ist es die letzte Möglichkeit unsere Foto-Ausstellung „Kurdistan – zwischen Bürgerkrieg und Demokratischer Autonomie“ zu besichtigen!

Wir wollen jeden 1. Donnerstag im Monat ein Tagescafé im DeCentral organisieren. In gemütlicher Atmosphäre laden wir dazu ein, Bücher und Zeitschriften zu lesen, zu quatschen und eventuell mal einen Film anzusehen oder an einer Diskussionsrunde teilzunehmen…
Für uns ist das ein Versuch etwas Neues zu machen und wir werden sehen wie sich das entwickelt. Wir wollen damit auch Leute ansprechen, die aus verschiedenen Gründen abends nicht ins DeCentral kommen können oder wollen.
Es gibt Kaffee, Tee & andere Getränke gegen Spende. Je nach Lust & Laune werden wir verschiedene Snacks und Kuchen anbieten, aber ihr könnt natürlich gerne selber auch etwas mitnehmen.

Das DeCentral wird während dem Infocafe rauchfrei sein.

Infoabend: Quo vadis, Nazi? Rechtsextremismus In Österreich

Dienstag, 9. Mai, 20:00 Uhr

Vortrag & Diskussion mit der autonome antifa w über die Entwicklungen und den aktuellen Stand rechtsextremer Strukturen in Österreich

Seit dem Ende des NS gab es in Österreich immer wieder Organisierungsversuche der extremen Rechten. Die größte und erfolgreichste ihrer Strukturen stellt eindeutig die FPÖ dar. Während sie jedoch den parlamentarischen Arm des Rechtsextremismus in Österreich bildet, gibt es neben ihnen noch den (teilweise) militanten Arm auf der Straße. Wir wollen einen Überblick über die unterschiedlichen Strukturen geben, seien es die Burschenschaften und ihre Scharnierfunktion als verbindendes Glied zwischen Straßenfaschos und parlamentarischen Rechten, die neofaschistischen „Identitären“ oder die Hooligans der Kleinstgruppe „Unwiderstehlich“. Sowohl ihre Aktionen als auch ihre wichtigsten Kader, sowie personelle Überschneidungen zwischen den Gruppen werden beleuchtet. Am Ende soll noch Raum für Fragen und Diskussion geboten werden.

Die autonome antifa w hat sich 2009 in Wien gegründet und beschäftigt sich in theoretischer Auseinandersetzung und öffentlichen Aktionen mit gesellschaftlichen Kontinuitäten des Nationalsozialismus und den neuen faschistischen Tendenzen. Sie sind im kommunistischen „…umsGanze!“ Bündnis, der transnationalen „Beyond Europe“ Vernetzung und der „Plattform Radikale Linke“ organisiert.“